[2019-09-07] – Gemeinsames Kochen: Aschura-Suppe

Aschura-Suppe ist eine traditionelle türkische/muslimische Süßspeise, die nach alter Tradition mit Freude und Respekt gekocht wird. Von der Zahl zehn (arab: aschara – عَشَرَة) abgeleitet, wird der -10. Muharram- Aschura genannt. Das ist der erste Monat des Islamische-Mond-Kalenders.

Während des »Aschura-Tages« ist es Brauch, das berühmte Aschura – Gericht in großen Mengen zu kochen und sowohl an Gäste zu servieren als auch unter Verwandten und Nachbarn zu verteilen.

Religiöse Feste bieten eine optimale Möglichkeit der Begegnung und des Austausches. Da zwischen dem Islam und dem Christentum sehr viele Gemeinsamkeiten bestehen, können auch Feste gemeinsam gefeiert werden. Das gemeinsame Feiern fördert das Vertrauen und eine freundschaftliche Beziehung. Der Gemeinschaftssinn in der Gruppe kann wachsen, da niemand ausgeschlossen wird. Grundsätzlich ist stets die respektvolle Teilnahme wichtig, auch hier können Familien mit einbezogen werden.

Wir als Christlich Muslimische Dialoggruppe kochten am 07.09.2019 gemeinsam mit Freunden Aschura-Suppe. Das Besondere an dieser »Suppe« ist, dass sie viele verschiedene Zutaten, wie Sultaninen, Walnüsse, Feigen, Weizen, Bohnen, Granatäpfel, Datteln und Pfirsiche enthält. Das Interessante daran jedoch ist, dass, obwohl diese Suppe einen Eigengeschmack hat, man alle Zutaten trotzdem noch rausschmecken kann.

GESCHICHTLICH:
Den Ursprung dieses Gerichtes sehen wir bei Noah. Als seine Arche auf dem Berg Ararat landete, sollte es ein Festessen geben, um die Errettung zu feiern. Da sie jedoch nur noch wenig zu Essen hatten, mischten sie alles, was sie noch hatten, zusammen und kochten so ein Festessen, dass sich durch die Gnade Allahs vermehrte, sodass jeder satt wurde.